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Katzenjammer mit Kastrationen verhindern

Basel, 28.Oktober 2010

Nach wie vor werden zu viele Katzenbabys geboren. Gerade im Frühwinter ist ein idealer Zeitpunkt, Katzen zu kastrieren, bevor sie erneut trächtig werden können. Der Schweizer Tierschutz STS appelliert an die Katzenhalter, ihre Verantwortung wahr zu nehmen. Jährlich wendet der STS aus eigenen Mitteln 250'000 Franken für Kastrationskampagnen auf. 

Katzenbabys sind süss und lassen wohl kaum ein Herz unberührt. Gerade während der Herbstzeit kommen wieder viele kleine Büsis zur Welt. Doch oft ist dieser Nachwuchs unerwünscht und eine Folge davon, dass die Elterntiere nicht kastriert wurden. Das Schicksal solcher Kätzchen, die häufig auf Bauernhöfen geboren werden, ist traurig: Entweder sie schlagen sich selbst durch und verwildern, gehen an Krankheiten zugrunde oder verhungern. Die Zustände haben sich zwar dank den Bemühungen des Schweizer Tierschutz STS und seiner Sektionen erheblich gebessert. Trotzdem kommt es leider immer noch vor, dass Katzenbabys nach der Geburt grausam getötet werden.

Verantwortungsvolle Katzenbesitzer kastrieren ihre Tiere im Alter von 6 Monaten, kurz vor der Geschlechtsreife. Für diesen Eingriff ist gerade jetzt ein idealer Zeitpunkt, da die Kätzinnen bereits im Februar wieder trächtig werden können. Kätzinnen müssen vor der Kastration auf keinen Fall Junge gehabt haben, und kastrierte Katzen bleiben genauso gute Mäusefänger, wenn nicht bessere, als unkastrierte, sie bringen ihre Beute nur seltener nach Hause. Bei ausgewogener Fütterung werden kastrierte Katzen auch nicht übergewichtig.

Kastration als Prävention

Jedes Jahr wendet der Schweizer Tierschutz STS 250'000 Franken für Kastrationskampagnen auf, um die überbordende Katzenpopulation einzudämmen und weiteres Tierleid zu vermeiden. Es vergeht kaum ein Tag, an dem seine 69 Sektionen nicht mit den Katzen-schicksalen konfrontiert wären. Oftmals müssen die Tierschützer notfallmässig ausrücken und verwilderte oder ausgesetzte Katzen einfangen. Dabei geraten die Tierheime schon durch die bei ihnen abgegebenen Tiere an die Kapazitätsgrenzen. Die Sektionen arbeiten mit ihren Vertrauenstierärzten zusammen, um möglichst viele Katzen zu kastrieren.